Willkommen im Museum auf der Burg Mylau!

Einen ersten Überblick über die Burganlage vermittelt das Burgmodell aus dem Jahre 1935.

Thema 2:

Mylau und das Land der Vögte

1367 weilt Kaiser Karl IV. in Mylau und verleiht der Siedlung das Stadtrecht. Bis dahin hatte die Burg bereits wechselnde Besitzer erlebt. Die Ersterwähnung der Region stammt aus dem Jahr 1212, 1214 treten die Herren von Mylau als Reichsministerialen in die Überlieferung ein. In dieser Zeit verlehnt Kaiser Friedrich II. Mylau nach Böhmen und die Mylauer Herren geraten in die Auseinandersetzungen zwischen den Vögten von Weida, Gera und Plauen mit den Wettinern und den Thüringer Landgrafen.

Thema 3:

Reformation und Reformatoren

Burgherr Joseph Lewin Metzsch (1507 – 1571) studierte in Leipzig und konnte seit dieser Zeit enge Freundschaften zu Luther und Melanchthon pflegen. Besonders wichtig wird die Freundschaft mit dem Zwickauer Stadtschreiber Stephan Roth, die auch die Ehefrauen der beiden verbindet. Von der umfangreichen Korrespondenz der beiden Familien sind in Mylau persönliche Briefe erhalten.

Thema 4:

Zwischen den Zeiten

Die Kapelle der Burg Mylau wird wesentlich durch die Ausmalung von 1642 geprägt. Ab 1894 rekonstruiert wurde sie als Standesamt bis 1967 genutzt. Nach der Restaurierung von 2012 strahlt sie wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit.

Thema 5:

Arbeit und Alltag in Mylau

Im Schatten der Burg entwickelte sich die Stadt Mylau nur mühsam. Vor allem ab dem 17. Jahrhundert wurde Mylau stark von der Textilproduktion und von Pionieren der Frühen Industrialisierung geprägt. Das Museum bewahrt Zeugnisse des „einfachen Lebens“, der Heim- und Fabrikarbeit sowie auch sozialer Umwälzungen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Thema 6:

Mylau und die Welt

Mit dem Bau der Göltzschtalbrücke rückte die Welt näher an Mylau. So entstanden Kontakte in die ganze Welt und hinterließen ihre Spuren in den Sammlungen des Museums. Der Wisent des letzten russischen Zaren, Postkarten, das Fremdenbuch der Burg sowie Dinge aus „aller Welt“ legen Zeugnis für Reisen von und nach Mylau ab.

 

Thema 7:

Bürger auf der Burg

Ab 1894 richtete die Stadt Mylau im Palas ihr erstes Rathaus ein. Bis zu diesem Zeitpunkt residierte die Stadtverwaltung in einem Gasthaus. Neben Verwaltungs- und Archivräumen entstand vor allem der repräsentative Ratssaal für die Sitzungen der Stadtverordneten und wichtige Veranstaltungen der Stadt. Die historistische Architektur des Saales wurde vom Sängersaal auf der Wartburg inspiriert und beeindruckt noch heute.

 

 

 

 

Thema 8:

Das Gedächtnis der Stadt

Feuer- und diebstahlsicher sollten die Archive schon immer sein. Seit den 1940er Jahren wurden im obersten Geschoß des romanischen Bergfriedes die historischen Akten der Stadt Mylau verwahrt. Der Aktenbestand reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und umfasst unter anderem Polizei- und Grundstückssachen, die Armenfürsorge und das Schulwesen.

Thema 9:

Ritterliches Leben auf der Burg Mylau um 1540

In einem Moment der Ruhe und auch der Abgeschiedenheit wird im Brückenraum von den Bewohnern der Burg im 16. Jahrhundert erzählt.

 

Thema 10:

 

Burg und Grundherrschaft

Seit der Ersterwähnung der Landschaft um Mylau im Jahre 1212 waren die unterschiedlichsten Herren auf der Burg zu Hause. Dokumente und Abbildungen lassen sie und ihre Lebensbedingungen wieder lebendig werden.

 

Thema 11:

 

Adlige Wohnkultur: Die Familie Metzsch

Ab 1576 verlagerte die Familie Metzsch ihren Hauptwohnsitz von der Burg Mylau ins nahegelegene Rittergut Friesen. Bis 1947 blieb sie dort ansässig und musste dann aufgrund der Bodenreform ihren Besitz verlassen. Das kunsthistorisch wertvolle Inventar des Schlosses Friesen kam 1947 in das Museum Reichenbach und mit der Gründung des Kreismuseums nach Mylau. Mit den Objekten, vor allem Möbel, Gemälde, Porzellane, wird adliges Sammeln und adlige Wohnkultur deutlich.

Herausragend ist die Sammlung von Veduten aus dem 18. Jahrhundert, welche der dänische Graf Moltke zusammenstellte und die über Erbschaft erst nach Friesen und dann nach Mylau kamen.

 

Thema 12: (früher Thema 11)

Zu Gast auf der Burg

Der 1892 gegründete Schlossbauverein schuf sich mit dem Metzschzimmer einen repräsentativen Rahmen. In schwärmerischem Historismus nehmen die Mylauer Bürger sich der Adelsgeschichte der Burg an und interpretieren sie neu.

Thema 13:

Schuleum

Schnittstelle zwischen Schule und Museum.

 

 

Thema 14:

Architektur und Archäologie

In den Jahrhunderten fanden immer wieder Baumaßnahmen auf der Burg statt. Sie hinterließen Zeugnisse sowohl an der Burg selbst, unter der Erde, hinter Vermauerungen und in den Dokumenten. Besonderer Höhepunkt ist der archäologische Fund eines außergewöhnlichen Griffels mit Würfelverzierungen aus dem 14. Jahrhundert.

Thema 15:

Mylau und die Burgenromantik

Burg und Ritter bilden in der Wahrnehmung des Ortes Burg Mylau immer wieder ein Leitmotiv. Die Annäherung der Mylauer Bürger an das Phänomen Burg und Ritter verdeutlichen Objekte aus den Waffensammlungen des Museums, idealisierende Burgrekonstruktionen und die Requisiten der Burg- und Heimatfeste.

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