Ziel3 | Cíl3 - Projektentwicklung

Nach der Unterzeichnung des Zuwendungsvertrages im Dezember 2012  hieß es, dieses anspruchsvolle Projektvorhaben auf den verschiedenen Ebenen umzusetzen. 

     1. Kooperation der Schulen Futurum- Základní škola Hlávkova Aš

Neben den regelmäßigen gemeinsamen Treffen der Projektgruppe, die abwechselnd in Mylau und Aš stattfinden, kommen natürlich auch die Begegnungen zwischen den Schülern des Futurum Vogtland und der Základní škola Hlávkova Aš nicht zu kurz. Nach dem Kennenlernen im Juni 2013 arbeiteten insbesondere im Oktober 2013 und November 2013 die tschechischen Schüler über mehrere Wochen im Futurum Vogtland intensiv zusammen mit unseren Schülern der 9. Klasse. Die zweisprachige Wanderausstellung der Schüler über das Thema „Die Reformation im Vogtland - Und was hat das mit mir zu tun?“ wurde gemeinsam konzipiert und nimmt allmählich Gestalt an. Die Schüler nehmen sich dabei verschiedener Themen aus dem alltäglichen Leben an, die unter dem Aspekt der Reformation betrachtet werden. In diesem Zusammenhang besuchten die Schüler vorab auch verschiedene Museen der Region, unter anderem das Obere und Untere Schloss Greiz, die Burg in Cheb, das Museum der Stadt Aš und zuletzt das Stadtmuseum Gera, in dem die Sonderausstellung zur Reformation „Zwischen Kaiser und Kurfürst„ gezeigt wurde.  Darüber hinaus konnten sich die Schüler in einem Museumsworkshop in der Burg Mylau mit den Grundlagen musealer Arbeit vertraut machen.

Um weiteres Material und Informationen für die gemeinsame Schülerausstellung zum Thema Reformation zusammenstellen zu können, trafen sich die Schüler beider Schulen darüber hinaus im Juni 2014 im Stadtarchiv in Cheb und besuchten auch gemeinsam das ehemalige Kloster von Cheb.  Diese Begegnung trug ebenso zur Festigung des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen den Schülern beider Schulen bei.

Im Herbst 2014 besuchten die  Schüler der Základní škola Hlávkova Aš  über mehrere Wochen erneut  in das Futurum Vogtland nach Mylau, um weiter an der gemeinsamen Wanderausstellung zur Reformation zu arbeiten. Dabei konnten insbesondere die tschechischen Schüler ihre deutschen Sprachkenntnisse anwenden und weiter vertiefen.

Die Schülerausstellung wurde am 25. April 2015 im Museum der Burg Mylau erstmals präsentiert und ist seit 21. Mai 2015 im Museum des Ascher Ländchens in Asch (Gebäude der ehemaligen Feuerwehrwache am Postplatz) zu sehen. 

Kennenlernen in Mylau am 05.06.2013

 

VRF-Beitrag über Schülertreffen am 05.06.2013:

 

Museumspädagogische Tage im Oktober 2013 in Aš und Mylau

In Aš – vor der ehemaligen Feuerwache

               

(in der das neue Museum entstehen soll)

 in der Burganlage Cheb                                                                            

 

Schlossführung in Greiz              

         

                                                          

 

VRF-Beitrag über gemeinsamen Museumbesuch in Gera am 13.02.2014

 

 

Im Archiv in Cheb Juni 2014

 

im Kloster in Cheb im Juni 2014

 

 

Schülerausstellung „Orte der Reformation in Westsachsen und im Ascher Land“ zur Präsentation am 25.04.2015 im Museum Burg Mylau

 

Impressionen von Projektgruppentreffen

21.05.2013 – Besuch in Aš

    

 

 

28.08.2013 – Besichtigung Baustelle

Alte Feuerwache Aš                                                           02.10.2013- gemeinsame Besprechung in Mylau                         

  

15.01.2014 - zu Besuch in der Základní škola Hlávkova                                                                  

 

     

 

gemeinsame Baubesichtigung im Mylau am 15.07.2014 ... und am 02.09.2014

 

 

 

Besprechung der Projektgruppe in der Stadtverwaltung Aš am 09.03.2015

 

     2. Bau/Sanierung der Burg Mylau

 

Seit April 2013 informiert ein Bauschild vor der Burg die Öffentlichkeit über das Ziel-3-Projekt.

 

 

Die Bauleistungen zur Sanierung der oberen Burg Mylau sind weitestgehend ausgeschrieben.

 

Die Burg soll neben einem neuen Dach auch eine komplette Heizungs- und Lüftungsanlage erhalten. Die Fenster sowie einzelne Türen werden unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes ersetzt bzw. aufgearbeitet. Ebenso soll  die Elektroinstallation auf den neuesten Stand gebracht bzw. auch an die neue Ausstellung angepasst werden. Selbstverständlich wird auch großes Augenmerk auf eine zeitgemäße Brandschutzanlage gelegt, um sowohl die Burg als auch das Inventar vor einer Zerstörung durch Feuer zu bewahren. Des Weiteren sollen aufgearbeitete Fußböden und Wände  insbesondere das Museum in neuem Glanz erscheinen lassen. Das äußere Erscheinungsbild der Burg bleibt jedoch erhalten, eventuelle Schäden am Putz werden entsprechend der Auflagen des Denkmalschutzes ausgebessert.

 

  

 

Mit dem Umbau bzw. der Sanierung der Oberen Burg Mylau wurde dann im März 2014 begonnen, wobei  für die Dach- sowie Putzarbeiten zunächst die Stellung eines Gerüstes sehr wichtig war. Die vorgefundene Bausubstanz – insbesondere im Dachbereich – stellte die jeweiligen Baufirmen immer wieder vor neue Herausforderungen und die Beauftragung eines Statikers war hier für eine sichere Bauausführung zwingend erforderlich. 

  

Glücklicherweise wurde im Einverständnis mit der Denkmalschutzbehörde entschieden, den alten Putz im Innenhof zu entfernen und neu aufzutragen. Dadurch traten wichtige Baubefunde früherer Zeiten – so ein Fachwerk mit einer Ausmauerung im Fischgrätenverband und die Holzbalken des ehemaligen Laubenganges - zutage, diese Befunde konnten nunmehr auch sichtbar gestaltet werden.

 

 

Die Fenster in den Ausstellungsräumen, die teilweise neu hergestellt und zum Teil restauriert bzw. aufgearbeitet wurden, laden dank der eingebrachten besonderen UV-Schutzverglasung auch zu Einblicken in den wunderschönen Innenhof der Burg sowie zu Ausblicken zum Beispiel auf die Göltzschtalbrücke ein.

Sämtliche Ausstellungsräume sind durch die neu eingebaute Heizungsanlage wohltemperiert, somit ist insbesondere der Ratssaal ganzjährig als Veranstaltungsraum nutzbar, in diesem Raum wurde überdies auch eine Lüftungsanlage installiert.

Auch das Malerhandwerk hat gute Arbeit geleistet und sämtliche Wände, sowohl in den Räumen als auch in den Treppenaufgängen in der Burg mit einladenden, freundlichen Farben gestaltet. Ebenso wurden die schon sehr abgenutzten Fußböden - egal ob Parkett oder Dielenboden und Fliesenboden, aufwändig saniert. 

 

     3. Museum:

 

Mit der Restaurierung der Kapelle im Palas wurde bereits im Mai 2013 ein kleiner Museumsteil in der oberen Burg fertiggestellt.

Im Sommer 2013 wurde die über 10.000 Bücher der historischen Bibliothek von den Diplom-Restauratorinnen Frau Ines Brandt und Frau Arlett Seidel erfasst, bewertet und restauriert. Man kann gespannt sein, welche dabei aufgetauchten seltenen Exemplare in der neuen Ausstellung ihren Platz finden werden.

In den weiteren Ausstellungsräumen  – es werden mit der neuen Ausstellung übrigens auch Räume genutzt, die bisher den interessierten Besuchern verschlossen blieben, sollen vor allem unter anderem die Themen: J. L. Metzsch und die Reformation, Naturkundevereine der Region, Stadt- und Burggeschichte u. a. näher beleuchtet werden.

Für die Gestaltung der neu zu konzipierenden Ausstellung in den anderen Räumen konnten wir den Raum- und Ausstellungsdesigner Herrn Prof. Detlef Saalfeld aus Berlin gewinnen.

Um die Ausstellung wissenschaftlich fundiert präsentieren zu können, werden die Historikerin Frau Dr. Susanne Baudisch, Dresden sowie Herr Ralf Gebuhr M. A., Berlin als Arbeitsgemeinschaft unter anderem über die Exponate  recherchieren, Skripte  erstellen sowie einen entsprechenden Ausstellungskatalog erarbeiten.

Seit Dezember 2014 präsentiert sich die zweisprachige (deutsch-tschechisch) Ausstellung in den restaurierten Räumen der oberen Burg Mylau den Besuchern. Mit den mehr als 1001 Ausstellungsexponaten werden hier Zeitzeugen unter anderem aus der Burg- und Regionalgeschichte, dem Handwerk, der Kirche, der Göltzschtalbrücke und der Industriehistorie gezeigt. Insgesamt gibt es 15  Themenbereiche, die in 18 Räumen entdeckt werden können. Dabei finden sich sowohl Objekte, die es bereits im alten Museum gab, die aber neu in Szene gesetzt wurden (z. B. präparierter Wisent ) als auch solche Sachen, die aus den Tiefen des Depots geholt und nun erstmalig gezeigt werden (z. B. Kanarienbauer) 

 

 

 

Das Treppenhaus im Palas gleicht einer Gemäldegalerie, in der eine Auswahl von Werken regionaler Künstler bestaunt werden können. 

 

 

 

Der historische eindrucksvolle Ratssaal mit dem imposanten frisch restaurierten Kronleuchter ist sowohl für öffentliche als auch private Veranstaltungen ganzjährig nutzbar.

 

 

 

Dank einer mobilen Treppenraupe ist es nun auch für Rollstuhlfahrer möglich, den größten Teil der Ausstellung zu besichtigen. 

Im Rahmen des Projektes wurde ein zweisprachiges Begleitbuch zum Museum Burg Mylau „Von alten Dingen und neuen Wegen“ veröffentlicht, in dem werden die Themenbereiche nochmals beleuchtet werden.

„Begegnung ausstellen - Ein Kooperationsprojekt der Museen Mylau und Aš“

Museumspädagogische Projekt

Das Projekt Begegnung ausstellen - Ein Kooperationsprojekt der Museen Mylau und Aš wird von der Europäischen Union, Ziel 3 Tschechische Republik - Freistaat Sachsen 2007 – 2013 mitfinanziert.

 „Begegnung ausstellen - Ein Kooperationsprojekt der Museen Mylau und Aš“

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