Am Fuße einer um 1180 erbauten Burg, der heutigen Burg Mylau, entstand im 14. Jahrhundert eine Siedlung, die 1367 von Karl IV. das Stadtrecht verliehen bekam.

Um 1250 erhielt Mylau, ursprünglich zum Pfarrsprengel Reichenbach gehörend, eine kleine Kirche - dem heiligen Wenzel, dem Schutzpatron von Böhmen, geweiht.

Im Vordergrund der Industrie Mylaus stand die Verarbeitung der Wolle schon von altersher.

Im Jahre 1600 brachte der Geraer, Nikolaus Schmidt, die Kunst des Färbens in die Nachbarstadt Reichenbach.

Am 01. Mai 1885 wurde die Strecke von Reichenbach nach Mylau eröffnet und sogar von Mylau aus bis an die Göltzschtalbrücke verlängert, um noch einigen Betrieben Gleisanschluß zu ermöglichen.

Um 1870 errichteten Steinbrucharbeiter in unmittelbarer Nähe ihrer Arbeitsstelle auf dem heutigen Grund der Felsenschänke eine Unterkunft, die sie später zur Frühstücksstube mit öffentlichem Verkauf ausbauten.

Anstelle der Fabrik seines Großvaters ließ Georgie eine Wollkämmerei erbauen, denn die Lage an der Göltzsch begünstigte die Wollwäscherei. So wurde im Laufe des Jahres 1882 ein heller Klinkerbau errichtet.

Das 19. Jahrhundert, die Zeit des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umschwunges, brachte auch dem damaligen Volksschulwesen einschneidende Neuerungen. Am 6. Juli 1835 erhielt Sachsen ein neues Volksschulgesetz, das die Volksschule als eine allgemeine, für jedermann unentbehrliche Unterrichtsanstalt festsetzte.

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