Stadtkirche Mylau

Um 1250 erhielt Mylau, ursprünglich zum Pfarrsprengel Reichenbach gehörend, eine kleine Kirche - dem heiligen Wenzel, dem Schutzpatron von Böhmen, geweiht.

Durch erneuerungsbedürftige Gebäudeteile und die steigende Einwohnerzahl wurde die alte Kirche baufällig und zu klein und so wurde sie 1890 durch einen großen neogotischen Backsteinbau mit einem ungewöhnlich hohen Turm (72 m) ersetzt.

Im gleichen Jahr am 1. August wurde das Richt- und Hebefest gefeiert.

Am 13. Oktober 1890 wurde die neue Kirche eingeweiht.

Gestaltung und Interieur des Innenraumes bilden eine beeindruckende Einheit. Die prachtvolle historische Innenausstattung ist fast vollständig erhalten. Zur Originalausstattung gehören Altar, Kanzel, Lesepult, Orgelprospekt und Kirchengestühl.

Stadtkirche um 1900Altarraum um 1900

Über dem Haupteingang rechts und links am Turm sind 4 Evangelisten aufgestellt, die einst Geschenke des königlichen Ministerium des Innerns waren. Im Portal ist ein Sgraffitogemälde zu finden.

Die farbenprächtigen Bleiglasfenster fertigten Kölner Kunstglaser und ein Hamburger Kirchenmaler.

In den bunten Fenstern des Chores sind die Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichte dargestellt. Die Altarfenster geben die Brustbilder Luthers und Melanchtons wieder.

Die prächtigen Rosettenfenster des Querschiffes dagegen enthalten Bildnisse der Apostel Petrus und Paulus.

Als Kleinod der Kirche gilt die Gottfried- Silbermann- Orgel von 1731, welche aus dem Vorgängerbau übernommen wurde und noch heute in der Kirche zu finden ist. Durch eine von Mylaus Partnerstadt Waldenbuch gespendete Glocke besitzt die Kirche seit 1990 ein klangschönes Vierergeläut.

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