Felsenschänke Mylau um 1900

Um 1870 errichteten Steinbrucharbeiter in unmittelbarer Nähe ihrer Arbeitsstelle auf dem heutigen Grund der Felsenschänke eine Unterkunft, die sie später zur Frühstücksstube mit öffentlichem Verkauf ausbauten.

Durch die wunderschöne Lage entwickelte sich die kleine Schänke zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Besucher von Nah und Fern. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick auf die romantisch gelegene Stadt Mylau, mit der auf einem Berg errichteten Burganlage sowie über einen Teil des Göltzschtales mit der Göltzschtalbrücke, der größten Eisenbahnzigelbrücke der Welt.

Um 1890 wurde die kleine Versorgungseinrichtung der Mylauer Steinbrucharbeiter zu einer öffentlichen Gaststätte mit Aussichtsturm ausgebaut. Kurz nach der Jahrhundertwende wurde noch ein Saal und eine umlaufende Veranda angebaut. Außerdem wurde 1931 die ehemalige Naturbühne mit dem Schauspiel "Der Schelm von Bergen" durch einen Mylauer Theaterverein eröffnet.

Durch dringend notwendig gewordene Rekonstruktionsmaßnahmen erhielt die Felsenschänke in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ihr heutiges Aussehen.

Seit 1990 bewirtschaftet die Familie Zähringer die Gaststätte und nachdem sie 1997 das Objekt käuflich erworben hatten, folgte eine umfangreiche Sanierung und Umgestaltung. Die Felsenschänke besaß 149 Sitzplätze, welche sich auf die Gaststube, das Turmzimmer und den Saal verteilten. 2015 wurde die Felsenschänke wieder verkauft. 

Seit dem 01.01.2016 ist die Felsenschänke geschlossen.

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